Zukunftswerkstatt

Wie Zukunft gestalten? Partizipativ! Das Motiv einer Zukunftswerkstatt ist: aus Betroffenen Gestaltende machen. Wir moderieren.

von Mascha K Horngacher

Die Zukunftswerkstatt wurde von Robert Jungk und N ist als partizipatives Forum entwickelt.  Vorangestellt wird vom Auftraggebenden eine Frage, die im Rahmen des Workshops von den Teilnehmenden bearbeitet wird. Es ist ein klar strukturiertes, dialogisches Beteiligungs- und Führungsinstrument, das den einzelnen Menschen sowie das System berücksichtigt. Gemeinsam werden innovative Lösungen entwickelt.

Im Oktober 2025 habe ich mit 15 Kolleg:innen das Moderations-Training an der Robert Jungk Bibliothek in Salzburg durchlaufen. Wir hatten fantastische Zukunftswerkstätten, die, selbst fiktiv, große Lust auf eine Realisierung der ersponnenen Ideen machten.

Crowd-Wissen und Bedürfnisse

In der Zukunftswerkstatt werden 3 Etappen durchlaufen:

  • Kritikphase: in sich Raum schaffen, durch das Loswerden von Kritik, Problemen, Ärgernissen,…
  • Fantasiephase: Anregung der Kreativität durch Spiel und Überraschung für die Entwicklung von Visionen und Zukunftsideen
  • Realisierungsphase: Ausgewählte Ideen werden anhand eines Fragekatalogs nach den Realisierungsmöglichkeiten ausgearbeitet. Es könnten auch bereits konkrete Schritte abgeleitet werden.

Jeder darf sprechen, jeder wird gehört, nichts wird vergessen

Diese Grundregeln einer Zukunftswerkstatt sind die Vertrauens-Basis. Wir Menschen müssen uns als Selbstwirksam erfahren, um Zukunft im jetzt gestalten zu wollen. Das fängt im Kleinen an und zeigt zugleich auf, dass ich Teil von etwas Größerem bin. Der klare Rahmen einer Zukunftswerkstatt gibt Sicherheit, wonach wir Menschen streben.

Gehört werden bedeutet Chancengleichheit für alle Betroffenen

Eine Zukunftswerkstatt fördert die Akzeptanz der Verschiedenartigkeit von Meinungen innerhalb einer Gruppe und bietet so die Möglichkeit einer neuen Denk- und Kommunikationskultur. Eine Zukunftswerkstatt ist ein Forum, in dem sich die Teilnehmenden „gemeinsam bemühen, wünschbare, mögliche, aber auch vorläufig unmögliche Zukünfte zu entwerfen und deren Durchsetzungsmöglichkeiten zu überprüfen.“

Wir dürfen lernen.

Um Zukunft gestalten zu können, benötigen wir Räume – physisch, aber auch Raum in uns selbst. Eine Zukunftswerkstatt eröffnet und ermöglicht.

Mir ist es wichtig, uns für ein Prozessbewusstsein zu sensibilisieren. Wir lernen unser Leben lang, alles benötigt Zeit und es macht mehr Freude, wenn wir gemeinsam Leben und uns auf den Weg machen.

Dauer und Gruppengröße

Die Dauer einer Zukunftswerkstatt variiert. Je länger Zeit eingeräumt wird, desto tiefer können sich die Teilgebenden ins Thema einfühlen und denken. Das Minimum liegt bei 3,5 Stunden mit einer Gruppengröße ab 8 bis zu 25 Personen.

Danke an die Trainings-Leiter:innen in der Robert Jungk Bibliothek.

Interessiert an einer Zukunftswerkstatt?

Einfach anfragen.

Mascha K. Horngacher, kooptiertes Vorstandsmitglieder der Salzburger Medienfrauen; Foto: Eva trifft

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